Bauhofstraße 12, 63762 Großostheim

OHLA Lastaufnehmer radial

Overhung Load Adaptors

Schützt vor axialer und radialer Belastung

OHLA 210
OHLA 210

SAE A

OHLA 215
OHLA 215

SAE A

OHLA 315
OHLA 315

SAE A

OHLA 410F
OHLA 410F

Non-SAE

OHLA 512
OHLA 512

SAE A

OHLA 615
OHLA 615

SAE B

OHLA 815
OHLA 815

SAE C

OHLA 928M
OHLA 928M

SAE C, doppelte Welle

OHLA 1250
OHLA 1250

SAE E

OHLA 210F
OHLA 210F

SAE A

OHLA 300F
OHLA 300F

SAE A

OHLA 350
OHLA 350

SAE A, hochbelastbar

OHLA 412k
OHLA 412k

Non-SAE

OHLA 515
OHLA 515

SAE A

OHLA 615M
OHLA 615M

SAE B, doppelte Welle

OHLA 915
OHLA 915

SAE C

OHLA 950
OHLA 950

SAE C, hochbelastbar

OHLA 1500
OHLA 1500

SAE F

OHLA 212k
OHLA 212k

SAE A

OHLA 312
OHLA 312

SAE A

OHLA 410
OHLA 410

Non-SAE

OHLA 415
OHLA 415

Non-SAE

OHLA 600F
OHLA 600F

SAE B

OHLA 650
OHLA 650

SAE B, hochbelastbar

OHLA 928
OHLA 928

SAE C

OHLA 1136
OHLA 1136

SAE D

Was versteht man unter einem Vorsatzlager (OHLA)?

Ein radialer Lastaufnehmer wird häufig im deutschen Sprachgebrauch als Vorsatzlager deklariert, was allerdings nur bedingt zutreffend ist. Aufbauend aus einem robusten Gusseisengehäuse und einem integrierten Lagersystem bietet dieses Lagerblocksystem eine Vielzahl von einzigartigen Produkteigenschaften für einen reibungslosen und langlebigen Betrieb. Die spezifische Lageranordnung und das allgemeine Produktdesign kompensiert radiale und axiale Lastverhältnisse und maximiert die Lebensdauer von angeschlossenen Pumpen und Motoren.  Ein einzigartiges Dichtungssystem ermöglicht den Schutz der Hydraulikflüssigkeit vor Verunreinigungen und fungiert als Kontaminationsbarriere. Standardmäßig sind Zero-Max Vorsatzlager mit Rillenkugellagern ausgestattet, für Schwerlastanwendungen werden Pendelrollenlager eingesetzt.

Das Vorsatzlager „OHLA“ (Overhung Load Adaptors) dient zur Vorbeugung und Vermeidung radialer und axialer Lasten bei hydraulischen Systemen. Die Verwendung von Vorsatzlagern, auch radiale Lastaufnehmer genannt, steigert die Lebensdauer von Hydraulikmotoren und -pumpen in anspruchsvollen Einsatzgebieten. Vorsatzlager verhindern Ausfallzeiten und vermeiden kostspielige Schäden am System. Das innovative Dichtungssystem mit seiner integrierten Kontaminationsbarriere schützt die Hydraulikflüssigkeit vor Schmutz und Verunreinigungen. Zu Wartungszwecken können Hydraulikmotoren ausgebaut werden, ohne dass angetriebene Maschinenelemente wie Zahnräder, Riemenscheiben oder Kettenräder beschädigt werden.
Typische Anwendungsgebiete sind u. a.:

  •  Lüfterantrieben
  • Recyclinganlage
  • Mischanlagen/Rührwerke
  • Industriellen Förderantrieben
  • Hydraulikmotoranwendungen unter härtesten Bedingungen
  • Einsatz in Riemen-/Kettenantrieben

Was ist, wenn meine Pumpe oder Motor nicht zu dem Zero-Max Standard-Vorsatzlager passt?

Allgemein sind die standardisierten Vorsatzlager auf Hydraulikpumpen und Motorstandards der Klassifizierung SAE (A-F) und Non-SAE konzipiert und ausgelegt. Für abweichende Befestigungsanforderungen wenden Sie sich bitte direkt an uns, um die erforderliche Anbindungsgestaltung sicherzustellen. Mehr als die Hälfte der bisher vertriebenen Vorsatzlager sind individuelle und kundenspezifische Ausführungen.

Welche Features bietet das Vorsatzlager standardmäßig?

  • Stirn- und Fußmontage möglich
  • Schutz vor axialen und radialen Lasten
  • Integrierte Kontaminationsbarriere bietet Schutz vor Verunreinigungen
  • Zusätzliche Dichtungsoption
  • Stahlwellen bis 9000 bar belastbar
  • Unterstützt praktisch jede Antriebs- und Abtriebs-Konfiguration
  • Einsatz in horizontalen und vertikalen Anwendungen möglich
  • Schmiernippel und Durchflussoptionen
  • Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten

Welche Modifikationen oder Anpassungen können für Vorsatzlager umgesetzt werden?

Die Möglichkeit der individuellen Anpassungsmöglichkeit ist schier unendlich, unter den häufigsten Modifikationen fallen u. a.:

  • Anpassungen an Anschlussadapterlösungen (DIN-, ISO-, IEC-, NEMA-, Non-SAE) und entsprechende Auf- und Abwärtsmodifikationen
  • Modifizierte Wellenausführungen (Bohrungen, Verzahnungen, Gewinde, Kegel u. v. m.)
  • Stirnseitige Dichtungen
  • Wellen aus rostfreiem Stahl
  • Oberflächenbehandelte Gehäuse (Vernickelt, QPQ)
  • Zusätzliche Schraubenbohrungen (Verschlussstopfen, Entlüftungsschrauben, Gewindebohrungen zur Montage)
  • Übergang zwischen zwei SAE-Einbaustandards
  • Individuelle Abtriebswellen-Dichtungen für raue Umgebungsbedingungen

Welche Kriterien zum Einsatz eines Vorsatzlagers sind zu berücksichtigen?

Vor dem Einsatz eines radialen Lastaufnehmers gibt es wichtige Überlegungen zur Ermittlung der idealen Produktkonfiguration. Häufig werden Referenzprodukte zur Auswahl einer entsprechenden Anwendung herangezogen, um eine erste Vorauswahl zu treffen. Leistungs- bzw. Belastungsangaben von Referenzprodukten verweisen oftmals auf statische Kennzahlen die essentielle Faktoren nicht berücksichtigen, welche zur Bestimmung der Lebensdauer erforderlich sind. Zero-Max bietet anhand einer Kombination aus dynamischer Tragzahl (Lebensdauerschätzung anhand der Anwendungsdetails) und anwendungsspezifischer Expertise eine voraussichtliche Lebensdauerprognose. Die Belastbarkeit der Antriebsverbindung sollte bei der Auswahl des Vorsatzlagers ebenfalls berücksichtigt werden. Zero-Max entwickelt gemeinsam mit seinen Kunden individuelle Vorsatzlager-Lösungen, angepasst auf schwierigste Einsatzgebiete und Anwendungsfelder.

Die geschätzte Lebensdauer kann unter Angabe der folgenden Werte von Zero-Max bestimmt werden:

  • Leistung des Antriebs (PS oder KW)
  • Drehzahlangabe (min-1)
  • Lastart (Lüfter, Gebläse, Riemenscheibe, Kettenrad usw.)

Riemenscheibe = Angabe des Riemenscheibendurchmessers und der Abstand der Stirnseite zur Pilotbohrung der Abtriebs-Seite

Axialgebläse = Lüftergewicht und Schubkraft bzw. -last.

Ist die Axiallast nicht bekannt kann diese mit Angabe des Lüfterdurchmessers, des Luftdurchsatz (cfm oder m3/h) und des statischen Drucks ermittelt werden.

  • Einbaulage (vertikal, horizontal, Wellenrichtung nach oben, vertikal oder nach unten gerichtet)
  • Teilenummer des Motors/Pumpe oder ggf. Datenblatt

Allgemein empfiehlt Zero-Max die Bereitstellung der Anwendungsspezifikationen zur L10-Lagerlebensdauerermittlung und Antriebsverbindungsauslegung. Gerne prüfen wir Ihre Anwendung auf weitere Anpassungsoptionen, zu erwartende Lebensdauer und mögliche Performancesteigerung.

Warum empfiehlt sich Zero-Max als Anbieter?

Zero-Max ist ein anerkannter Hersteller und Entwickler für Vorsatzlager bzw. radialen Lastaufnehmer seit Dekaden und zuverlässiger Anbieter von Antriebstechniklösungen seit mehr als 70 Jahren. Eine beispiellose Erfahrung gepaart mit der Expertise zu fordernden Anwendungen ermöglichen es und individuelle Lösungskonzepte anzubieten.

  • Beurteilung von Verschleiß/Eingangsdrehmomenten
  • Bewertung und Auslegung der geschätzten Lebensdauer
  • Anwendungsspezifische Schmierungsempfehlungen
  • Generelle anwendungsspezifische Empfehlungen (z. B. vertikale, schnelllaufende Lüfter, usw.)
  • Technische Unterstützung
  • Interne Qualitätskontrolle und Verifizierung
  • Standardausführungen sind lagerhaltig verfügbar
  • Kundenspezifische Lösungen werden im eigenen Haus entwickelt
  • Zertifizierung gemäß ISO 9001:2015

In welchen Industrien und Einsatzbereichen werden Vorsatzlager eingesetzt?

Generell bieten sich Vorsatzlager als ideale Lösung für mobilhydraulische Anwendungen. Insbesondere für Einsatzbereiche mit enormen Anforderungen durch Umgebungseinflüssen, hohen axialen und radialen Belastungen und weiteren kritischen Faktoren bietet Zero-Max eine breite Auswahl an optimalen Produktlösungen.

(Holzhackmaschinen, Holzmulchgeräte, Holzzerkleinerer, Schredder, Mobile Sägewerke, Baumstammfräsen, Palettenfördersysteme u. v.m.)

(Sämaschinengebläse, Erntemaschinen, Rasenmäher, Gülle-Injektionsgeräte, Gülle-Düngerpumpen, Düngerstreuer, Zapfwellenantriebe (PTO)

(Steinbrecher, Ölförderung – Fracking, Wärmetauscher, Abwassertauchpumpen)

(Kehrmaschinen, Wasserwerfer, Entfernung von Schotter, Planiermaschinen, Fahrbahnfräsen, Strahlen von Fahrbahnbelägen, Betonmischer)

(Seewasser-Kühlgeräte, Bugstrahlruder über Deck, Vertikale Kühlerlüfter, Propelleranbindungen, Unkrautentfernung, Windenantriebe)

(Allgemeine Mobilhydraulik, Kühltürme, Lebensmitteltechnik)

  • Sonstiges

(Ausführung als Adapterlösung, Autowaschanlagen, Unterwasseranwendungen, Pumpenantriebe mit Riemen)

Was sind die empfohlenen Schmierungsmethoden?

Die bevorzugte Methode zur Schmierung für die überwiegende Mehrheit der Vorsatzlager aus dem Hause Zero-Max ist die Fettschmierung. Für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen offeriert Schmierfett optimale Eigenschaften wie wartungsarmer Umgang, wenig Probleme mit Leckagen und einer angemessenen Lebensdauer. Spezifische Anforderungen und/oder persönliche Vorlieben machen den Einsatz von statischen Öl- oder Öldurchlaufschmierung erforderlich. Für Modifikationen bezüglich individueller Schmieroptionen setzen Sie sich bitte mit Zero-Max in Verbindung. Verzahnungen und Keilnutverbindungen sind bei der Installation generell zu schmieren. Die empfohlene Menge und Schmierfettart kann der OHLA Schmier- und Betriebsempfehlung entnommen werden.

Schmiertyp für Standard-OHLAs (horizontale Montage)

Innenbereich

Lithiumbasis NLGI #1 oder NLGI #2

Außenbereich

Lithiumbasis NLGI #1 oder NLGI #2 (Synthetik empfohlen)

Starke Beanspruchung/Lebensmittelqualität

Wenden Sie sich an Zero-Max, um festzustellen, ob ein spezielles Schmierfett erforderlich ist.

Es ist wichtig sich an die angegebenen Kennwerte und Angaben zu halten, um späteren Problemen vorzubeugen. Die Einhaltung der Vorgaben ist die Voraussetzung für die Erreichung der Lebensdauererwartung.

Was ist bei einem Betrieb in vertikaler Einbaulage oder in Neigung zu beachten?

Zero-Max Vorsatzlager sind für den Betrieb in horizontaler Einbausituation konzipiert und entsprechend ausgelegt. Anwendungsbereiche mit einer vertikalen Ausrichtung erfordern Maßnahmen zur Sicherstellung der kontinuierlichen Schmierungsfähigkeit, gegebenenfalls sind zusätzliche Modifikationen erforderlich. Für Anwendungen in vertikaler oder geneigter Montageausrichtung wenden Sie sich bitte an Zero-Max.

Was bedeutet es, wenn das Vorsatzlager „heiß läuft“?

Eine Erwärmung des Vorsatzlagers im Betriebszustand ist normal und ist üblicherweise unbedenklich für die Funktionsweise. Einflussfaktoren, welche sich auf eine Baugruppenerwärmung auswirken, sind u.a. die Betriebsgeschwindigkeit, Last, Schmierungsart und die Umgebungstemperatur. Der Betrieb ohne Last kann ebenfalls zu einer übermäßigen Wärmeentwicklung führen. Im Verdachtsfall kann die Betriebstemperatur mit Hilfe eines Temperaturfühlers oder Infrarotthermometers überprüft werden. Zero-Max Vorsatzlager in Standardausführung sind für den Temperaturbereich von -40 °C bis 100 °C ausgelegt. In Abweichungsfällen wenden Sie sich bitte direkt an Zero-Max.

Wie identifiziere ich ein Vorsatzlager (OHLA) zum Austausch?

Für den Fall, dass es sich um kundenspezifische, oder individuelle Vorsatzlager handelt können Sie die Baugruppe anhand einer speziellen Teilenummer auf der Fuß- bzw. Bodenseite identifizieren. Entsprechende Teilenummern beginnen mit einem „L“ und sechs Ziffern (siehe Bild).

Für den Fall, dass keine Teilenummer auf der Unterseite eingeprägt ist, handelt es sich um ein Standard-Vorsatzlager. Ein Abgleich der Gehäuse- und Wellenabmessungen mit den Katalogdaten ermöglicht die Bestimmung der Baureihe und vorliegenden Ausführung.

Worin unterscheidet sich das Zero-Max Vorsatzlager (OHLA) von klassischen Vorsatzlagern?

Klassische Vorsatzlager besitzen die Möglichkeit moderate axiale und radiale Belastungen der Wellenanbindung zu kompensieren. Häufig sind Vorsatzlager für standardisierte Zahnradpumpen der Baugruppen 1, 2 und 3 ausgelegt und oftmals für Antriebe mittels Keilriemen oder Ketten vorgesehen. Vorsatzlager von Zero-Max bzw. radiale Lastaufnehmer bieten im Gegensatz zu anderen Vorsatzlagern einzigartige und innovative Produkteigenschaften zur Steigerung der Motoren- und Pumpenlebensdauer. Je nach Einsatzbereich und Belastungsfall unterscheidet man in weiteren Benefits die Vorsatzlager bieten können.

  • Ein widerstandsfähiges Gussgehäuse kombiniert mit robusten und langlebigen Lagerkombinationen ermöglichen lange Einsatzzeiten, auch unter schwierigsten Umgebungsbedingungen.
  • Verlängerte Gehäuse bieten beispielsweise deutlich verbesserte Lastverteilung auf die Lager, wodurch die Lastkapazität und Lebensdauer maximiert wird.
  • Anforderungen an Hochgeschwindigkeitsbetriebszustände können durch den optionalen Einsatz von Pendelrollenlagern in Betracht gezogen werden.
  • Wärmebehandelte Wellen mit Antriebsbohrungsverzahnungen ermöglichen höhere Drehmomente und führen zu besseren Stoßbelastungseigenschaften.
  • Das innovative und einzigartige Dichtungssysteme ermöglicht den Schutz vor Verunreinigungen und dient als Kontaminationsbarriere.
  • Insbesondere die kundenspezifische Anpassungs- und Modifikationsmöglichkeit auf spezifische Anwendungsbereiche und Lastverhältnisse ist ein enormer Produktvorteil gegenüber klassischen Vorsatzlagern mit standardisierten Produkteigenschaften.
  • Als vorteilhaft erweist sich die Möglichkeit einer stirn- und fußseitigen Montage, die Mehrheit der Vorsatzlager bietet nur eine einseitige Montageoption.
  • Ein breites Spektrum an möglichen Standard-Antriebsbohrungsgrößen von ø15,875 mm bis 88,9 mm ermöglichen den Einsatz in nahezu sämtlichen Industrien.
  • Der Einsatz von Vorsatzlagern ermöglicht den Austausch von Hydraulikmotoren zu Wartungszwecken, ohne dass angetriebene Zahnräder, Riemenscheiben oder Kettenräder beschädigt werden.

Sie haben Fragen zum Produkt? Kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gerne persönlich.